Suizid im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe

Die Zahl der Suizide, die im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal stehen, hat sich auf sechs erhöht. Das teilte der Opferbeauftragte der Landesregierung, Detlef Placzek, heute in Mainz mit. „Ich bin bestürzt über diese Nachricht und möchte nochmals auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam machen“, so der Opferbeauftragte. Placzek wies darauf hin, dass die Angebote an psychosozialen Hilfen für Betroffene weiterhin bestünden und jederzeit in Anspruch genommen werden können.

Betroffene, die Hilfe suchen, erhalten unter der kostenlosen Hotline-Nummer 0800 0010218 psychosoziale Unterstützung durch erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten. Es besteht auch die Möglichkeit, sich persönlich an den Opferbeauftragten zu wenden, unter der Nummer 06131 967-100. Zudem bietet die ständige Vertretung des Opferbeauftragten in der Flutregion nach wie vor Sprechstunden vor Ort an. Informationen dazu gibt es hier: Opferbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (rlp.de)

Eine langfristige, psychosoziale Nachsorgestruktur baut der Opferbeauftragte in Kooperation mit dem PARITÄTISCHEN Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland und den Selbsthilfekontaktstellen Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, WeKISS, und Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle Trier, SEKIS, im Krisengebiet für die von der Flut betroffenen Menschen an ca. zehn verschiedenen Standorten auf. Im Rahmen der aufsuchenden Selbsthilfe hat dieses Angebot das Ziel, Betroffene, Angehörige und Helfende zusammenzuführen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in Selbsthilfegruppen (sowohl begleitet, als auch selbstorganisiert) auszutauschen und gegenseitig zu stützen.