Besuch aus Kolumbien

Am 26. Juni 2017 besuchte der Leiter der Zentralen kolumbianischen Adoptionsbehörde beim Instituto Colombiano de Bienestar Familiar (ICBF), Señor Eduardo Alexander Franco Solarte die Gemeinsame Zentrale Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA) in Mainz.

Er wurde begleitet von der Vorsitzenden der anerkannten Auslandsvermittlungsstelle AdA Adoptionsberatung e.V., Susana Katz. AdA e.V. wurde 2005 als Auslandvermittlungsstelle durch die GZA anerkannt und ist seither für die Adoptionsvermittlung von Kindern aus Kolumbien zugelassen. Auch in Kolumbien ist AdA e.V. als Vermittlungsstelle akkreditiert und zwar von der dortigen Zentralen Adoptionsbehörde, dem ICBF. Aus diesem Grunde bestehen vielfältige Kooperationsbeziehungen zwischen AdA e.V., der Zentralen kolumbianischen Adoptionsbehörde und der GZA.

Herr Franco schilderte eindrucksvoll und kenntnisreich die Veränderungen, die er seit seinem Amtsantritt 2014 im Hinblick auf die Verbesserung der Lebenssituationen der Kinder, die unter staatlicher Obhut stehen, angestoßen hat und umsetzten konnte. Zukünftig soll es in Kolumbien eine Regelung geben, die eine maximale Verweildauer der Kinder von maximal 18 Monaten in einer staatlichen Einrichtung vorsieht. Innerhalb dieser Frist soll der Vormund entscheiden, ob das Kind in seine Herkunftsfamilie zurückgeführt werden kann oder ob es zur Adoption freigegeben werden soll. Herr Franco sorgte in den letzten drei Jahren mit seinem multidisziplinären Team dafür, dass Adoptionen – insbesondere Adoptionen ins Ausland – in der kolumbianischen Öffentlichkeit besser nachvollzogen und akzeptiert werden können.

Iris Egger-Otholt, die Leiterin der GZA, hob hervor, dass die GZA in der Zusammenarbeit mit der Zentralen Behörde Kolumbiens besonders schätze, dass die Berichte über die Kinder sehr ausführlich, präzise und an den Bedürfnissen der Kinder orientiert seien. Damit werde eine gute Vorbereitung der Adoptiveltern in Bezug auf die Bedürfnisse der Kinder ermöglicht. Sie brachte außerdem zum Ausdruck, dass die Offenheit und das kindgerechte Vorgehen in der Vorbereitung der Kinder in Kolumbien auf ihre neuen Eltern von der GZA als vorbildlich eingeschätzt werden.

Nach einem zweistündigen intensiven und informativen Austausch kamen beide Behörden zu dem Ergebnis, dass die Kooperation offen, wertschätzend und professionell geführt werde und anstehende Fragen daher auch in Zukunft erfolgreich geklärt werden können.