Feierliche Eröffnung der Beratungsstelle m*power

Mit der feierlichen Eröffnung der Beratungsstelle „m*power“ am 19. Oktober 2017 wird das bisherige Beratungsangebot der Opferberatung Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz auf eigenständige Füße gestellt. Bisher war diese direkt angebunden an die Landeskoordinierungsstelle des „Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz“.

Die Landeskoordinierungsstelle „Demokratie leben!“ gehört zu den „Projekten gegen Extremismus“ welches beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in der Abteilung Landesjugendamt angesiedelt ist. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, die Ausstiegs- und Distanzierungsberatung und die Opferberatung.

Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt brauchen Unterstützung. Diese Unterstützung kann nun mit Hilfe des Bundesprogramms in Form der Beratungsstelle „m*power“ ausgebaut werden.

Als ehemaliger Flüchtlingskoordinator der Landesregierung hat Präsident Placzek einen tiefen Einblick in die Problematik. „Zunehmend häufiger werden Menschen in unserem Land Opfer von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Die Betroffenen benötigen zur Bewältigung ihrer schrecklichen Erlebnisse professionellen Beistand. Die Ausweitung des rheinland-pfälzischen Beratungsangebots ist in Zeiten wie diesen unabdingbar.“, betonte er.
„Die Opfer-Beratungsstelle m*power leistet unglaublich wichtige Arbeit. Sie sorgt dafür, dass Opfer rechter Gewalt nicht allein gelassen werden, sondern Unterstützung finden. Gleichzeitig ist dies auch ein Signal der Solidarität, das nach außen wirkt und zeigt, dass die Gesellschaft sich vor die Opfer stellt und rechtsextreme Übergriffe genauso wenig duldet wie andere Gewalt“, so die Staatssekretärin Christiane Rohleder.
Sie und Präsident Detlef Placzek, eröffneten die mobile Beratungsstelle in Ransbach-Baumbach.

Das dreiköpfige Team der Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt „m*power“ ist beim Verein PAuL e. V. (Projekt Arbeit und Lernen) im Westerwald verortet. Das Einsatzgebiet der Beratungsstelle erstreckt sich jedoch über ganz Rheinland-Pfalz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen Betroffene bei der Bewältigung von Gewalterlebnissen zur Seite stehen und diese bei der Rückgewinnung von Handlungsspielräumen unterstützen.

Die Beratungsstelle arbeitet hierbei hauptsächlich vor Ort aufsuchend, kostenlos und auf Wunsch anonym. Neben der Einzelfallberatung bietet m*power die Begleitung und Unterstützung von Geschädigten bei Gerichtsverfahren an, hilft bei der Beantragung von Entschädigungsleistungen und trägt dazu bei, öffentliche Solidarisierung zu schaffen. Rassistische und antisemitische Übergriffe werden darüber hinaus in Form eines regelmäßigen Monitorings dokumentiert.

m*power ist Mitglied des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz und arbeitet eng mit den Regionalstellen, den Beratungsknoten, zusammen.
Kontaktiert werden kann die Beratungsstelle m*power über die Hotline 02623/96 50 618 oder 0151/10 59 47 99 sowie per Mail: kontakt@mpower-rlp.de