Qualifizierung zur Familienhebamme und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin in Mainz

Am 5. Mai 2017 fand die Abschlussveranstaltung der berufsbegleitenden Weiterbildung zur Familienhebamme und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (FGKiKP) statt.

18 Hebammen und Kinderkrankenschwestern hatten im April 2016 die berufsbegleitende Weiterbildung begonnen, die sich aus 9 Modulblöcken mit inhaltlichen Schwerpunkten, wie z. B. Soziologie der Familie – Sozialisation von Kindern, Entwicklungspsychologie, Datenschutz und Kommunikation mit Familien zusammensetzt. In zusätzlichen kursbegleitenden Supervisionen konnten die Fachkräfte ihr berufliches Handeln und die Umsetzung der Lehrinhalte reflektieren.

Neben der Anfertigung einer individuellen schriftlichen Hausarbeit mussten die Teilnehmerinnen am Tag des Abschlusses eine Hausarbeit aus ihrer Lerngruppe im Plenum präsentieren. Für die Präsentation wählten die Fachkräfte folgende Themen ihrer Arbeiten aus: Vereinbarung von Bedürfnissen eines Frühgeborenen mit denen einer an ADS erkrankten Kindesmutter. Die Darstellung der Arbeit mit geflüchteten Familien in den Frühen Hilfen unter Einbezug der kulturellen Besonderheiten und den aktuellen fachlichen Herausforderungen. Der Aushandlungsprozess der Auftragsklärung und die Zusammenarbeit zwischen Kindesmutter und der Fachkraft. Jede einzelne Darstellung regte zur anschließenden Nachbetrachtung, zur fachlichen Diskussion und vertieften Reflexion von Rolle, Auftrag und Grenzen einer Familienhebamme/Familien-Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin an, die von Dr. Sandra Menk und Orsolya Drozdik moderiert wurde.

Abschließend übergaben Martina Dreibus vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Doro Rick als Vertreterin des Landeshebammenverbandes Rheinland-Pfalz sowie Mechthild Hoehl, Vorsitzende der Interessensgemeinschaft freiberuflich und/oder präventiv tätiger Kinderkrankenschwestern e.V., den frisch qualifizierten Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen ihre Zertifikate. Verbunden mit den besten Wünschen für ihren Einsatz im Rahmen der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Einsatz von Familienhebammen“ wurden die Absolventinnen verabschiedet.