Bundesinitiative Netzwerk Frühe Hilfen und Familienhebammen

Das am 01.01.2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz hat für die Frühen Hilfen eine gesetzliche Grundlage geschaffen.

Ziel ist, im Bereich der Frühen Hilfen flächendeckend verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit der zuständigen Leistungsträger und Institutionen im Kinderschutz aufzubauen und weiter zu entwickeln. Die im Bundeskinderschutzgesetz verankerte Bundesinitiative wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch eine bis 31.12.2017 befristete Bundesinitiative (Art. 1, § 3 BKiSchG) mit jährlich 51 Millionen Euro unterstützt. Damit soll nachhaltig der Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen, der Einsatz von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen sowie die Einbeziehung ehrenamtlicher Strukturen unterstützt werden. Ab 01.01.2018 soll ein Fonds in gleicher Höhe die weitere Umsetzung der initiierten Maßnahmen sicherstellen.

Die geschaffenen Angebote richten sich an alle Eltern ab Beginn der Schwangerschaft, sie informieren über Unterstützungsmöglichkeiten und bieten insbesondere Eltern in belasteten Lebenssituationen spezifische Hilfen.

Gemäß den Fördergrundsätzen des Landes Rheinland-Pfalz sind folgende Bereiche förderfähig:

  • der Einsatz von Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen in Familien und Geburtskliniken,
  • Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Kontext Früher Hilfen sowie
  • zusätzliche Maßnahmen zur Förderung Früher Hilfen.

Der Aufbau lokaler Netzwerke wird vom Land Rheinland-Pfalz bereits seit 2008 durch das Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit mit jährlich rund 1,4 Millionen Euro gefördert. Zur Internetseite der Servicestelle Kindesschutz gelangen Sie hier.

Das Land Rheinland-Pfalz hat das Landesjugendamt mit der Umsetzung der Bundesinitiative beauftragt. Im Rahmen des Förderverfahrens richten die Jugendämter ihre Anträge auf Förderung von Maßnahmen der Bundesinitiative an das Landesjugendamt. Hierfür wird ein Antragsformular zur Verfügung gestellt.

Wir beraten die Jugendämter in allen Fragen zur Umsetzung der Bundesinitiative. Sie können sich an uns wenden bei:

  • Allgemeinen Fragen zum Verfahren und zur Antragstellung
  • Fragen zur Umsetzung und Weiterentwicklung in den lokalen Netzwerken
  • Sonstigen Beratungsbedarfen, z.B. zur Kooperation mit der Gesundheitshilfe
  • Fragen zur Bewilligung, zur Auszahlung und dem Nachweis der Verwendung der bewilligten Mittel
Qualifizierung Familienhebammen/Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen
im Rahmen der Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen
Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen in Rheinland-Pfalz

Qualifizierung zur Familienhebamme/Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in (FGKiKP)
Durch das Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes zum 01.01.2012 wurde im Rahmen der im Juli 2012 gestarteten Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen der Einsatz von sog. „Familienhebammen“ und „Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen“ in Familien gestärkt. Sie sollen Familien eine niedrigschwellige Form der Unterstützung bieten und ggf. eine „Lotsenfunktion“ zu weiterführenden Hilfeangeboten übernehmen. Im Rahmen Früher Hilfen gibt es für die Fachkräfte in Rheinland-Pfalz zwei verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes.

Entweder erfolgt ihr Einsatz als koordinierende Fachkraft in einer Geburtsklinik, die in Rheinland-Pfalz am Programm „Guter Start ins Kinderleben“ (siehe hierzu unter Punkt Guter Start in Kinderleben, Link zur Seite) teilnimmt, oder über die aufsuchende Tätigkeit bis zum Ende des ersten Lebensjahres eines Kindes in Familien. Der Einsatz und die Einsatzdauer orientieren sich am individuellen Bedarf der zu betreuenden Familie. Dieses neue Arbeitsfeld stellt die Fachkräfte vor neue Herausforderungen und bedarf daher einer Zusatzqualifikation, die die Hebammen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*Innen auf ihr neues Tätigkeitsfeld gut vorbereiten soll.

Das Landesjugendamt plant, organisiert und führt landesweit die Qualifizierung zur Familienhebamme/FGKiKP durch. Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Gesundheitshilfe, die eine grundständige Ausbildung als Hebamme oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in absolviert haben und mindestens über drei Jahre Berufserfahrung verfügen. Die Qualifizierungsmaßnahmen für Hebammen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen zu Familienhebammen bzw. zu Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen in Rheinland-Pfalz orientieren sich seit Ende 2012 in ihrer Konzeption an den Kompetenzprofilen des NZFH (vgl. NZFH 2013/2014). Beide Berufsgruppen werden in Rheinland-Pfalz gemeinsam qualifiziert. Darüber hinaus tragen gemeinsame Fachtagungen, Fallwerkstätten, Fortbildungen und Workshops dazu bei, die Kooperationsbeziehungen zwischen den Akteuren weiter positiv zu befördern.

Downloads

Frühe Hilfen – Flyer zur berufsbegleitenden Weiterbildung zur Familienhebamme/Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in
Übersicht der nach den Mindestanforderungen zugelassenen bundesweiten Weiterbildungsträgern für die Qualifizierung von Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen
Mindestanforderungen für die Weiterbildungsträger für die Qualifizierung von Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BIFH)

Weiterführende Links

Kompetenzprofil Familienhebamme (NZFH)
Kompetenzprofil Familien-Gesundheits- Kinderkrankenpfleger/in (FGKiKP) (NZFH)

Ihre Ansprechpartnerinnen im Landesamt

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Telefon 06131 967-135
Telefax 06131 967-12-135
drozdik.orsolya(at)lsjv.rlp.de

Heike Dey
Telefon 06131 967-147
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dey.heike(at)lsjv.rlp.de

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Ihre Ansprechpartnerinnen im Landesamt

für allgemeine und pädagogische Fragen
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Telefon 06131 967-134
Telefax 06131 967-12134
grogro.kirsten(at)lsjv.rlp.de

Michaela Heinen
Telefon 06131 967-146
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Rebecca Stefula
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Telefax 06131 967-12137
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für Fragen zur finanziellen Abwicklung
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