Schon kurz nach dem Ablegen wurde deutlich, warum diese Freizeit für viele ein Höhepunkt des Schuljahres ist. Wind, Wellen und die Arbeit an Bord machen Segeln zu einem Erlebnis für alle Sinne. Gemeinsam wurden Segel gesetzt, Taue bedient und Kurs gehalten. Besonders eindrucksvoll waren die Momente, in denen der Motor abgeschaltet wurde und die Utopia ausschließlich vom Wind angetrieben wurde. Dann bestimmten nur noch das Rauschen der Wellen und das Flattern der Segel die Geräuschkulisse.
Ein besonderes Erlebnis war das sogenannte Trockenfallen. Bei Ebbe lag das Schiff plötzlich auf dem Meeresboden und konnte von unten erkundet werden. Gerade für blinde und sehbehinderte Menschen eröffneten sich dabei völlig neue Möglichkeiten, die Größe und Bauweise eines Schiffes durch eigenes Ertasten zu begreifen. Für große Begeisterung sorgte zudem Sahan, der gemeinsam mit dem Skipper beim Erkunden des Kiels zwei dort seit längerer Zeit liegende Maulschlüssel entdeckte.
Neben den Abenteuern auf See blieb auch Zeit für Erkundungen in den Hafenstädten. Fischbrötchen in Harlingen, gemeinsame Stadtbummel und Eisessen sorgten für viele schöne Erinnerungen.
Vor allem aber zeigte die Freizeit, was gemeinsames Handeln bewirken kann. An Bord übernahm jede und jeder Verantwortung, sei es beim Segeln, Steuern, Kochen oder Aufräumen. Aus einer Gruppe wurde Schritt für Schritt eine Mannschaft.
Nach fünf erlebnisreichen Tagen kehrten alle mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück. Die Segelfreizeit bewies einmal mehr: Man fährt als Gruppe los und kommt als Team wieder zurück.
Sonja Etteldorf
Redaktionell überarbeitet von O. Helbach

