Mann und Frau auf einer Baustelle

Quartiersprojekte

Der demographische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft bewegt auch immer mehr Wohnungsbaugesellschaften dazu, das Angebot an barrierefreiem Wohnraum und quartiersbezogenen, niederschwelligen Versorgungsangeboten zu erhöhen. Einbezogen in bestehende Wohnquartiere und in guter Infrastruktur bieten Wohnungsbaugesellschaften allen Generationen und Menschen mit Behinderung barrierefreie Wohnungen an. Immer mehr jüngere Menschen mit Behinderungen wünschen sich eine eigene Wohnung, in der sie selbstbestimmt nach Bedarf Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen können. Ziel ist es, selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen, weil auch die Zunahme des Anteils älterer und hochbetagter Menschen in unserer Gesellschaft und damit auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen zunimmt. Dahinter steht der Wunsch, in der vertrauten Wohnumgebung alt werden zu können und nicht allein aufgrund von Krankheit oder abnehmenden körperlichen Fähigkeiten umziehen zu müssen.

Die Landesberatungsstelle unterstützt die Planerinnen und Planer, sowie die öffentliche Verwaltung bei grundlegenden Überlegungen und begleiten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Initiatorinnen und Initiatoren beim Aufbau und der Umsetzung. Hinzugezogen werden wir ebenfalls bei der Frage nach Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz.

Holzscheiben mit Symbolen Telefon, Brief und E-Mail

Kontakt

Petra Mahler
Telefon 06131 967-712
mahler.petra(at)lsjv.rlp.de

Die Stadt Bielefeld war Vorreiterin und hat eine Umsetzungsstrategie entwickelt, wie solche Quartiere gezielt aufgebaut werden können. 
Die Besonderheit des Bielefelder Modells ist ein quartiersbezogener Ansatz des Wohnens mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale. Kombiniert ist dieses Angebot mit einem Wohncafé als Treffpunkt und Ort der Kommunikation, der allen Menschen in der Nachbarschaft offensteht. Gleichzeitig ist ein sozialer Dienstleister mit einem umfassenden Leistungsangebot rund um die Uhr im Quartier präsent. Alle Mieter können auf die Hilfs- und Betreuungsangebote zurückgreifen, müssen diese aber nur im tatsächlichen Bedarfsfall bezahlen.

Tragende Säulen des Bielefelder Modells: 

  • Barrierefreie Wohnungen
  • Begegnung von Generationen
  • Wohncafé auch als Treffpunkt für gemeinsame Mahlzeiten
  • Angebote von Aktivitäten, Hobbys, Kultur und Freizeit
  • Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale rund um die Uhr

Informieren Sie sich gerne über diesen Videobeitrag zum Bielefelder Modell (Link zu YouTube). 

Empfehlungen zum Aufbau Quartiersorientierter Hilfe- und Versorgungsstrukturen nach dem Bielefelder Modell können Sie hier nachlesen.

Zentrale Elemente des Quartiermanagements, wie die Stärkung eigener Kompetenzen, die Förderung von Nachbarschaften und gesellschaftlicher Teilhabemöglichkeiten werden hier umgesetzt. Für eine gelingende Quartiersentwicklung sind weiterführende, sich ergänzende Netzwerkstrukturen von großer Bedeutung. 

Hierbei gilt es folgende Kernelemente einer gelingenden Quartiersarbeit zu vernetzten und zu steuern:

  • Strategien abzustimmen und Maßnahmen zu koordinieren
  • Aufbau und Etablierung von Möglichkeiten, die das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement fördern und so auch die Selbsthilfe und Eigenverantwortung stärken
  • Förderung und Stärkung des Wir-Gefühls und der Identifikation mit dem Quartier für bürgerschaftliches Engagement und ein wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld
  • Aufbau von vielfältigen, ortsnahen und niedrigschwelligen Begegnungs- und Kommunikationsorten im Quartier
    Förderung des Dialogs und der Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger sowie sozialen Akteurinnen und Akteuren im Quartier
  • Förderung von wertschätzenden und Vielfalt anerkennenden Strukturen, die eine soziale Partizipation und das Miteinander ermöglichen

Weitere Informationen zur Quartiersarbeit im Bielefelder Modell finden Sie auch unter folgendem Link:
Quartiersarbeit im Bielefelder Modell – sorgende Gemeinschaft als Leitbild